Titel:
Benjamin Britten (1913-1976)
Orchesterwerke
Simple Symphony op. 4
Les Illuminations op. 18
Variations on a Theme
of Frank Bridge op. 10

Interpreten:
Franziska Hirzel, Sopran
Kiev Chamber Orchestra
Ltg.: Roman Kofman

Anzahl Hybrid-SACDs: 1

Bestellnummer:
MDG 901 1275-6

Erkannt
Der elfjährige Benjamin hätte einen deutlich schlechteren Start gehabt, wenn er nicht dem Komponisten Frank Bridge aufgefallen wäre. Bridge erkannte Brittens Talent und nahm ihn unter seine Fittiche. Eine Künstlerfreundschaft begann, deren Früchte auf dieser SACD zu bewundern sind. Das Kammerorchester Kiew und die Sopranistin Franziska Hirzel geben mit dieser Veröffentlichung ihr Debut bei MDG.

Erstaunt
Am 27. August 1937 erklangen bei den Salzburger Festspielen Brittens Variationen über ein Thema von Frank Bridge zum ersten Mal. Ausgerechnet mit der Hommage an seinen Lehrer schaffte Britten den internationalen Durchbruch - sein Bravourstück für Streichorchester, das den Hörer mit tiefempfundenem Klangsinn und zugleich stil-parodistischem Spott in den Bann zieht.

Erleuchtet
Zu den ersten in Amerika entstandenen Werken gehört der Liederzyklus Les Illuminations nach Gedichten von Arthur Rimbaud für hohe Stimme und Streichorchester. Genial ist Brittens Orchestrierung: Die Möglichkeiten, die ein Streichorchester bieten kann, sind ausgeschöpft, um dem Farbenspiel der Worte ein musikalisches Äquivalent zu geben.

Erfreut
Die Simple Symphony gehört zu den meist missverstandenen Kompositionen. Das Werk eignet sich ganz und gar nicht für Schulorchester: "Einfach" ist die Symphonie allenfalls für den Hörer -Tschaikowsky mit Augenzwinkern...

Erlaucht
Bei der Gründung des Kammerorchesters Kiew im Jahre 1963 fungierte Roman Kofman noch als 1. Konzertmeister. Seit 1990 ist er künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Orchesters, das in dieser Zeit zu einem Ensemble der Weltspitze wurde. Seit der Spielzeit 2003/4 ist Roman Kofman Generalmusikdirektor der Stadt Bonn. Mit dem Beethoven Orchester hat er bei MDG einen vielbeachteten Schostakowitsch-Zyklus begonnen.
Franziska Hirzel wirkte an allen bedeutenden europäischen Bühnen sowie bei allen renommierten Festspielen (Salzburg, Flandern, Rheingau, Prag etc.). Die Zusammenarbeit der Sopranistin mit Pina Bausch in der Gluckoper "Orpheus und Eurydike" führte sie nach Paris, mit dem Concertgebouw Orkest unter Pierre Boulez in Schönbergs "Moses und Aaron" nach Amsterdam.