Dresdener Klangpracht
Mehrchörige Meisterwerke von Heinrich Schütz, in Form einer
barocken Pracht-Vesper zum Klingen gebracht, versprechen ein besonderes
audiophiles Erlebnis. Wenn dann noch Spezialisten wie der Kölner
Kammerchor und das Collegium Cartusianum unter Peter Neumann agieren,
wird das Wohnzimmer zur Dresdener Hofkirche ...
Die Kleinen Geistlichen Konzerte - die liturgischen Atempausen zwischen
den ausladenden mehrchörigen Kompositionen - sind ein prächtiger
Beweis dafür, daß man in schlechten Zeiten auch exzellente
Musik komponieren kann: Schütz schrieb viele seiner virtuosen Vokal-
und Instrumentalwerke unter dem Einfluß des 30jährigen Krieges,
während dessen die Finanzmittel und Männerstimmen rar wurden
...
Virtuose Dramatik
In besseren Zeiten komponierte Schütz auch für große
Besetzungen, wie wir sie etwa in den Symphoniae sacrae oder den klangprächtigen
Psalmen Davids finden. In beiden Werkgattungen, den kleiner besetzten
Concerti oder den vielstimmig angelegten Festmusiken, hängte Schütz
seine komponierenden Zeitgenossen geradezu eindrucksvoll ab: Alle seine
Werke bestechen durch eine hohe Dramatik und den virtuosen Umgang mit
der Sprache ...
Authentische Raumwirkung
Die ungezählten Mitwirkenden der barocken Prachtmusiken sorgten
schon um 1650 für bis dato ungeahnten Abwechslungsreichtum, besonders
dann, wenn - wie bei dieser Einspielung - die Solisten, Instrumentalisten
und Chöre auf verschiedenen Positionen im Raum verteilt musizierten.
|
Audiophile Referenz
Johannes Brahms/Robert Schumann
Messen
Kölner Kammerchor
Christoph Anselm Noll, Orgel
Ltg.: Peter Neumann
MDG 332 0598-2

G. Fr. Händel: Saul HWV 53
Kölner Kammerchor, Collegium Cartusianum,
Ltg.: Peter Neumann
MDG 332 0801-2 (3 CDs)

G. Fr. Händel: Susanna HWV 66
MDG 332 0945-2 (3 CDs)

G. Fr. Händel: Theodora HWV 68
MDG 332 1019-2 (3 CDs)

G. Fr. Händel: Belshazzar HWV 61
MDG 332 1079-2 (3 CDs)
|