Titel:
César Franck (1822-1890)
Prélude, Aria et Final (1887)
Prélude, Choral et Fugue (1884)
Jean Langlais (1907-1991)
Vingt-quatre pièces pour
harmonium ou orgue (Auswahl)

Interpret:
Ulfert Smidt, Goll-Orgel St. Martin, Memmingen

1 Hybrid-SACD

Bestellnummer:
MDG 906 1437-6

 

Spannungsfeld
Ulfert Smidt ist als Organist bereits hoch dekoriert. Mehrere Aufnahmen des gebürtigen Bremers mit den Werken von Bach, Brahms, Mendelssohn und anderen wurden mit dem Echo und dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Auf seiner ersten SACD bei MDG stellt der heute in Hannover ansässige Musiker hörenswerte Orgel-Ersteinspielungen zweier Préludes von César Franck Harmoniumwerken von Jean Langlais gegenüber.

Transformator
César Franck hat eine Karriere als Organist gemacht und ist als Komponist für gewichtige Orgelwerke bekannt: "Die Orgel ist mein Orchester". Im hohen Alter jedoch fand er zurück zum Klavier, was nicht verwundert, da er seine Musikerlaufbahn als Konzertpianist begonnen hatte. Ulfert Smidt schließt den Kreis nun wieder, in dem er die späten Klavierwerke von Franck, "Prélude, Choral et Fugue" und "Prélude, Aria et Final" auf die Orgel überträgt.

Lichtbogen
Fast 100 Jahre nach César Franck wurde Jean Langlais an die Pariser Basilika Ste. Clotilde berufen. Der gebürtige Bretone galt schon zu seiner Zeit als einer der experimentierfreudigsten Organisten Frankreichs. Bereits im zweiten Lebensjahr erblindet, bildete Langlais ein ganz besonderes Verhältnis zur Musik heraus. Seine Sammlung von 24 Stücken für Harmonium oder Orgel gibt auf knappem Raum einen Einblick in sein kompositorisches Denken, das gleichzeitig von der Liturgie, dem gregorianischen Choral wie auch von der gleißenden Atmosphäre der bretonischen Folklore inspiriert wurde.

Kraftwerk
Die moderne nach französischem Vorbild gestaltete Orgel in der St. Martin-Kirche zu Memmingen erfüllt beste Voraussetzungen für ein Klangfest der Sinne. 1998 von der Schweizer Orgelfirma Goll erbaut, besitzt sie 62 Register, verteilt auf vier Manuale und Pedal. Die immense Tonfülle entsteht auch durch die horizontal abstrahlenden Hochdruckzungen, die natürlich der dreidimensionalen 2+2+2-Wiedergabe eine deutliche Prägung geben. Die hochmoderne computergesteuerte Setzeranlage erlaubt weitere Effekte, die Ulfert Smidt spannungsvoll zu nutzen weiß.