Titel:
Franz Liszt (1811-1886)
Orgelwerke Vol. 2
Tu es petrus, 
Ave Maria von Arcadelt,
Ave verum  (W. A. Mozart), Évocation à la chapelle sixtine,
Fantasie und Fuge
über den Choral
«Ad nos, ad salutarem undam»

Interpret:
Michael Schönheit, Ladegast-Orgel, Dom zu Merseburg

Anzahl SACDs: 1

Bestellnummer:
MDG 906 1352-6


Listenplatz
Die „Herausforderung Liszt“ wird fortgesetzt: Der Gewandhausorganist Michael Schönheit legt die zweite Folge seiner Liszt-Orgelwerke vor – wieder spektakuläre Bearbeitungen fremder Werke durch den großen Tastenvirtuosen des 19. Jahrhunderts, wieder auf der prächtigen Ladegast-Orgel des Doms zu Merseburg, die endlich auch mit einer SACD nach ihrer aufwendigen Rekonstruktion in das richtige Klanglicht gestellt werden kann. Im Mittelpunkt: die großartige Fantasie Ad nos, ad salutarem undam, deren Geschichte eng mit Merseburg verknüpft ist.

Startfreigabe
Meyerbeers grandiose Oper „Le Prophète“ hatte bei Liszt Begeisterung ausgelöst und Anstoß für sein erstes gigantisches Orgelwerk gegeben – die Fantasie und Fuge über den Choral Ad nos, ad salutarem undam. Ihren bahnbrechenden Erfolg verdankt die „Propheten­fantasie“ dem Sachverhalt, dass sie am 26. September 1855 im Rahmen des Festkonzerts zur Einweihung der Orgel des Merseburger Domes zelebriert wurde.

Umkehrschluß
Kurios der Fall Tu es Petrus: Liszt bearbeitet sich hier selbst. Das Orgelwerk korrespondiert mit dem 8. Satz des Lisztschen Oratoriums Christus. Da die Entstehungszeit im Unklaren liegt, könnte das klangprächtige Werk eine Vorstufe zum Oratorium sein – oder umgekehrt...

Grundsteinlegung
Im Ave Maria d’ Arcadelt aus dem Jahr 1842 greift Liszt seine „Jugenderinnerungen“ auf, die in ihm beim ersten Hören des Renaissance-Magnificats von Jacobus Arcadelt aufstiegen. Dass Liszt sich in seiner Erinnerung täuschte, tut dem herrlich tief empfundenem Werk keinen Abbruch: Es handelte sich bei dem damals aufgeführten Werk gar nicht um eine echte Arcadelt-Komposition, sondern um eine Stilkopie von Pierre-Louis-Philippe Dietsch (1808-1865), dem lediglich eine Melodie von Arcadelt zugrunde lag. Irren ist genial...

Schönheitskonkurrenz
Schon Volume 1 der Schönheit-Liszt-Einspielung aus dem Merseburger Dom stellte die Konkurrenz in den Schatten: „... Klangrausch pur, in leisen Tönen oder mit großer Geste – empfehlenswert für Bach-Freunde, Liszt-Anhänger und Klangfetischisten“ (RADIO K1) –
„... undeniably remarkable ... extremely valuable“ (MUSICWEB) – „outstanding“ (www.classical.net).

Franz Liszt: Orgelwerke Vol. 1
Präludium und Fuge über das Thema B-A-C-H
Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen
Drei Bach-Bearbeitungen
J.S. Bach: Passacaglia BWV 582