Titel:
Joseph Haydn
1732-1809
Ouvertüre „La fedeltà premiata“
Sinfonien Nr. 92 + 94

Interpreten:
Haydn-Philharmonie
Ltg.: Adam Fischer

Anzahl SACDs: 1
Hybrid SACD

Bestellnummer:
MDG 901 1325-6


Kickdown
Mit einem Paukenschlag präsentiert die in Esterhazy beheimatete Haydn Philharmonie unter der Leitung von Adam Fischer ihr MDG-Debut: Das österreichisch-ungarische Spezial­ensemble, das sich durch seine Haydn-Inter­pretationen weltweit Reputa­tion verschafft hat, überhöht den Klangeindruck einer fesselnden Live-Interpretation der beiden Londoner G-Dur-Sinfonien durch die raumsprengende 2+2+2-Technologie. Das Ergebnis: eine Super-Audio-CD.

Tuning
Vermutlich die erste Sinfonie, die Haydn in London präsentierte, war die Sinfonie Nr. 92 – er dirigierte sie ein zweites Mal in Oxford, als man ihn dort zum Doktor der Musik machte. Aufgrund dieser Aufführung hat sich für die Sinfonie der Beiname „Oxford eingebürgert. Eigentlich müßte man sie eher „Paris“ nennen, denn Haydn hatte sie nur aus seinem reichen Fundus geholt; ursprünglich hatte er sie für die „Loge Olympique“, eine freimaurerische Pariser Konzertgesellschaft, komponiert.

Fehlzündung
In London traf Haydn zweifellos auf ausgesprochen aufmerksame und mitdenkende Zuhörer – doch zugleich scheute er sich nicht, seine Uraufführungen mit Überraschungs­effekten zu garnieren. Der berühmteste davon findet sich ohne Zweifel im langsamen Satz der Sinfonie Nr. 94, die Haydn am 23. März 1792 in seiner zweiten Londoner Konzertsaison uraufführte. Daß Haydn mit dem Paukenschlag aus heiterem Himmel die in seinem Konzert eingeschlafenen Engländer zu wecken gedachte, dementierte er später heftig. Die audiophile Variante des Paukenschlags hätte den Meister noch mehr begeistert...

Mobilitätsgarantie
Haydns Augenzwinkern übertrug sich auch auf die Musikanten: Inmitten einer Aufführung der Ouvertüre zur Oper La fedeltà premiata verschwanden die Hornisten von der Bühne, um im geeigneten Moment an anderer Stelle des Konzertsaales erneut ins Spiel einzugreifen – eine Überraschung nicht nur für den Dirigenten und das Publikum, sondern auch für den Hörer dieser Mehrkanalproduktion…